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CoP – book knowledge and practical knowledge

Ich möchte kurz vorstellen, wie aus einem Medizinstudent ein Arzt wird. Dieses Beispiel zeigt meiner Meinung nach anschaulich, wie man von book knowledge zu practical knowledge kommt.

Wenn sich jemand entscheidet Medizin zu studieren, dann trifft er damit auch die Entscheidung, Arzt zu werden. Damit ist das Medizinstudium zugleich eine Berufsausbildung. Um keine völlig unerfahrenen Ärzte auf die Bevölkerung loszulassen ist es wichtig, dass die Studenten im Anschluss an ihr Lernen aus Büchern in der Universität in eine praktische Phase übergehen, in der sie das theoretische Wissen anwenden können und neues praktisches Wissen hinzugewinnen können.

Zu diesem Zweck gliedert sich die Ausbildung als Arzt in drei Teile:

  1. Die Vorklinik
  2. Der klinische Teil
  3. Die Berufsausbildung

Im vorklinischen Teil (Regelstudienzeit vier Semester) lernen die Studenten theoretisches Wissen über den menschlichen Körper, die Seele und die Gesellschaft. Dieses Wissen wird in einer zentralen Abschlussprüfung abgefragt. Besteht der Student diese Prüfung, kann er in den klinischen Teil übergehen. Allerdings gibt es bereits im vorklinischen Teil ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum. Außerdem müssen die Studenten einen Erste-Hilfe-Kurs belegen. Somit soll gesichert werden, dass sie über die praktischen Mindestvoraussetzungen für die Klinik verfügen und dort nicht völlig unbedarft mit den Patienten umgehen.

Auch im klinischen Teil (Regelstudienzeit 8 Semester) lernen die Studenten noch theoretisches Wissen. Allerdings besteht dieses Wissen nicht mehr so sehr aus Grundlagen, sondern hat bereits einen deutlichen Bezug zur Praxis. Jetzt geht es um die Krankheiten und ihre Behandlung. Innerhalb dieser Zeit steht ein weiteres Praktikum in der Krankenversorgung an, die sogenannte Famulatur (4 Monate). Hier lernen die Studenten die Ambulanz und das Krankenhaus kennen.  Zur selbstständigen praktischen Arbeit kommt es aber erst im letzten Studienjahr. Dann gehen die Studenten in eine Klinik und absolvieren ein praktisches Jahr. Zum Abschluss des klinischen Teils steht die zweite Prüfung an, die auch einen praktischen Teil beinhaltet.

Danach können die Studenten die Berufsausbildung als Arzt beantragen. Es schließt sich eine weitere praktische Ausbildung an, an deren Ende der Student endlich ein richtiger Arzt ist.

Wie man sieht ist das Studium der Medizin von vielen praktischen Phasen durchdrungen, um sicherzustellen, dass der Übergang von der Theorie in die Praxis gelingt. Durch Prüfungen und die schiere Länge der Ausbildung soll erreicht werden, dass ein Arzt wirklich kompetent ist.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Studium_der_Medizin (16. Dezember 2010 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr)

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  1. Dezember 20, 2010 um 7:32 pm

    und ist das praktische Wissen eher explizit oder implizit?

  2. Januar 12, 2011 um 10:21 am

    Wenn man davon ausgeht, dass der Student das nötige Wissen über Krankheiten etc. im Studium aus Büchern gelernt und auch behalten hat, dann dürfte das Wissen, das er im praktischen Teil erlernt, wohl eher implizit sein.

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