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E-Learning und Digital Library

Januar 26, 2011 4 Kommentare

E-Learning:

Bezeichnet alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Verteilung von Lernmaterialien zum Einsatz kommen.

Der elektronische Semesterapperat Uni Düsseldorf und die E-Learning-Plattform Ilias sind Beispiele für Dokumenten-Server-Systeme, die beim E-Learning zur Unterstützung eingesetzt werden können.

Die drei Rollen der „Digital Library“ beim E-Learning

Praktische Frage: Wie ist Wissen für die Benutzer zugänglich?

Bei der heutigen Flut an Fachpublikationen ist es für den einzelnen Benutzer (Wissenschaftler, Dozenten, Studierende usw.) schon allein finanziell nicht möglich alle relevanten Titel oder ein Abonnement für jede wichtige Fachzeitschrift zu erwerben.

Dementsprechend ist es die Aufgabe einer wissenschaftlichen „Digitalen Library“ für die Wissensteilung von Dokumenten aus nur beschränkt zugänglichen Datenbanken zu sorgen.

Zum Beispiel über Campuslizenzen oder im Verbund mit anderen Bibliotheken über Nationallizenzen. Wie im Beispiel das DBIS (Datenbank Infosystem) der ULB Düsseldorf

Kulturelle Rolle: Wissen und kulturelles Erbe bewahren

Das heißt also, Originale zu konservieren und den Benutzern digital zur Verfügung zu stellen. (z.B. Digitale Sammlung der Erzbischöflichen Bibliothek zu Paderborn)

Dabei müssen Dokumente inhaltlich so erschlossen werden, so dass die für den Informationsbedarf der Benutzer die relevanten Dokumente leicht gefunden werden können. Dabei rücken die klassischen Notationen in herkömmlichen Büchereien zu Gunsten von Thesauri und mittlerweile verstärkt auch Folksonomies in den Hintergrund. (Siehe die Online-Kataloge der British Library [Weitere Hintergrundinfos: The British Library – Bibliothek in der Praxis])

Sozialer Aspekt: Bibliotheken bringen Menschen und ihre Ideen zusammen

Mit Werkzeuge aus dem Baukasten des „Web 2.0“ kann eine „Digitale Bücherei“ unabhängig von den Öffnungszeiten Wissen zur Verfügung stellen. Durch Vernetzung der Benutzer über „Social Media“-Funktionalität des Websites einer Bücherei entsteht eine enger Bindung der Benutzer an die Bibliothek. Durch Tagging-Funktionalität lässt sich mit Hilfe der Benutzer eine neue Form der Inhaltserschließung erreichen. Die die herkömmliche Verschlagwortung durch professionelle Indexierer nicht zwangsläufig ersetzt, aber die den Benutzern und Bibliothekaren einen andere Zugang zu Inhalten gewährt.

Beispiele aus dem „Web 2.0“-Baukasten:

  • Blogs von Bibliothekaren
  • Einbindung von z.B. del.icio.us und Bibsonomy
  • Amazon-ähnliche Empfehlungs-Systeme
  • Einbindung von Google-Features

Konkrete Umsetzung?

In der informationswissenschaftlichen Öffentlichkeiten erhält das Thema „Bibliothek 2.0“ viel Aufmerksamkeit, aber es fehlt häufig an der konkreten Umsetzung. Die Einbindung von „Social Media“ ist bei vielen Bibliothekaren immer noch anrüchig und unwissenschaftlich.

Um Bibliotheken als „Hort des Wissens“ zu erhalten und diese Stellung nicht an Wikipedia, Google, Bing und Co zu verlieren, müssen Bibliothekare sich nicht mehr nur als Verwalter von physikalisch vorhandenen Büchern sehen. Sie müssen zeigen das Wissen nicht nur das ist, was im WWW über Suchmaschinen zugänglich ist.

Sie müssen statt dessen ihre eigenen Informations-Professionalität nutzen, den Benutzern mit Hilfe von „Web 2.0“-Angeboten (z. B. Tagging) das in Bibliotheken vorhandene Wissen zu erschliessen und die Medien-Kompetenz der Nutzer erweitern.

Berufsfelder

Das Berufsfeld des Bibliothekars und des Informationswissenschaftlers werden sich durch das langsame Umdenken ähnlicher. Die Kompetenzen, die unser Studiengang vermittelt, werden im Bibliothekswesen mehr an Bedeutung gewinnen

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Die „New York Times“ hat ihr komplettes Archiv ins Netz gestellt – bis zurück ins Jahr 1851

Quelle: www.spiegel.de

26.05.2008

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