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Die Rolle des Chief Social Media Officer

Seit Neustem ist eine neue Position in größeren Unternehmen im Kommen. Es handelt sich hierbei um den Chief Social Media Officer (CSMO). Die Meinungen zu diesem Beruf sind jedoch immer noch sehr geteilt. So sehen manche diese Stelle als unverzichtbar in der heutigen Zeit, andere wiederum  sagen es handle sich hier einfach um einen weiteren Manager oder um eine reformierte Erweiterung des Chief Knowledge Officer (CKO).  Man muss jedoch beachten, dass bereits jetzt schon ähnliche Berufe in großen Unternehmen vorhanden sind, wie der Head of Social Web oder Head of Social Media. Die Van Marcke Group verkündetet sogar bereits am 11.Juli 2009, dass Philippe Borremans fortan die Position des CSMO in ihrem Unternehmen übernehmen wird.

Es stellt sich nun die Frage, was genau gehört zu dem Tätigkeitsbereich eines CSMO. In einer Stellenausschreibung könnten laut Christoph Rauhut und Joachim Heinz von www.besser20.de folgende Punkte auftauchen:

  • Planung, Einführung und Steuerung von Social Media-Anwendungen zur Verbesserung der internen und externen Kommunikation, Kollaboration und des Informationsaustausches
  • Koordination aller internen und externen Social Media Aktivitäten des Unternehmens über Abteilungsgrenzen hinweg
  • Entwicklung von Social Media Strategien und Konzepten
  • Management von internen Einführungsprojekten von Social Media Anwendungen
  • Etablierung von Anwendungsszenarien innerhalb der Social Media Anwendungen
  • Aufbau von Social Media Kanälen im Internet
  • Entwicklung und Durchführung von Marketing-Kampagnen und div. PR-Aktivitäten im Internet in enger Abstimmung mit dem Marketing und der Unternehmenskommunikation
  • Regelmäßige Auswertungen von Kennzahlen und Statistiken der internen und externen Social Media Aktivitäten
  • Direktes Reporting an den CEO/Vorstand

Der Aufgabenbereich sollte sich also nicht nur auf die Social Media Kanäle im Internet (Twitter, Facebook,  YouTube, etc.) beschränken, sondern auch die Planung, Steuerung und Implementierung dieser Plattformen. Dafür ist Übersicht und Kommunikation durch die Unternehmens Struktur und Organisation erforderlich. Es ist ein funktionsübergreifender Beruf bei dem ein Verständnis der Firmenziele vorhanden sein muss,  da zu viele Bereiche eines Unternehmens umfasst werden. Der CSMO spielt also eine zentrale Rolle in einem Unternehmen. Erst dann ist eine wirksame Verwirklichung durch Social Media möglich.

Anfangs wurde Social Media von Marketing Teams verwendet um Grundmarketing und PR Bemühungen zu betreiben. Heutzutage ist der Bereich des Social Media jedoch darüber hinausgewachsen. PR und Marketing spielen lediglich nur noch unterstützende Rollen. Grundlegend kann man, wie Joachim Heinz von www.besser20.de erfolgreich darstellt,  Social Media in diese Organisationsgruppen aufteilen:

  • Marketing
  • Kundenbetreuung
  • Kundenprogramme
  • Produktmanagement / R&D
  • IT
  • C-Suite
  • Operatives Geschäft

Um diese Bereiche jedoch erfolgreich über Social Media darzustellen und zu führen, ist ein gewisser Einfluss in die Organisationsstrukturen des Unternehmens erforderlich. Der CSMO erhält also eine strategische und operative Führungsrolle. Dies ist jedoch mit Problemen verbunden, da in Unternehmen eine bereits festgelegte Struktur festgelegt und der CSMO in diese horizontal und vertikal vernetzt werden muss.

Seit der Verbreitung und dem leichtem Zugang zum Internet, birgt der Vertrieb von Social Media für Unternehmen große Vorteile. Es war noch nie so einfach, eine der Art große Zahl und Kunden zu erreichen. Als Beispiel lässt Tchibo teilweiße seine Produkte durch Kunden entwickeln und Dell lässt sich auf diesem Wege Ideen geben. In diesem Bereich des B2C Social Media, ist es also Aufgabe des CSMO Informationen zu erschließen, filtern und dem CEO vorzutragen. IBM ist für ihr Programm Listening for Leads bekannt. Dort bewerten Volontäre durch Social Media das Unternehmen und führen zu einer Verbesserung der Geschäftsgelegenheiten. Somit kann der CSMO kundenflexibel reagieren und eine große Zufriedenheit sicherstellen. Verkaufshinweise, die aus solchen Programmen erschlossen werden, bringen dem Unternehmen nicht selten Beträge in Millionenhöhe ein.

Bei dem B2B Social Media stehen die Unternehmen in Kontakt mit angesehen Experten, die sich in ihren Bereichen bestens auskennen. Dies ermöglicht eine gezielte und angepasste Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Firmen.

Auch wenn die Notwendigkeit des CSMO immer noch sehr umstritten ist, lässt sich durch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Web2.0 schnell der neue Weg erkennen. Das Web2.0 entwickelt sich zu einem Social Business, bei dem ein CSMO unverzichtbar ist.

 

Quellen:

http://www.besser20.de/cfp-chief-social-media-officer-workshop-auf-der-informatik2010-in-leipzig/1078/
http://www.besser20.de/stellenausschreibung-chief-social-media-officer/225/
http://www.besser20.de/warum-der-chief-social-media-officer-kommen-wird/392/
http://www.emarketer.com/blog/index.php/case-study-ibm-drives-millions-dollars-worth-sales-leads-social-media

B2B & B2C (Social Media für Unternehmen . Teil 1)

Die elektronische Abbildung von Geschäftsprozessen ist wesentlicher Bestandteil des eCommerce. Es beschäftigt sich mit der Abwicklung von Unternehmensaktivitäten in einem Netzwerk. Geschäftsprozesse sollen automatisiert werden und den Austausch zwischen Unternehmen und Unternehmen und Verbrauchern erleichtern.

Business-to-Business und Business-to-Consumer sind Teilgebiete des eCommerce, die diese Geschäftsprozesse abbilden.

B2B definiert die Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen. Hierunter fallen der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen, sowie der Austausch von Informationen und Daten von Unternehmen an Unternehmen. Geschäftsabläufe zwischen Hersteller, Zulieferer, Dienstleister und Handelspartner sollen unternehmensübergreifend koordiniert und gesteuert werden. Ziel ist es durch die Verwendung der Web 2.0-Technologien Geschäftsprozesse zu optimieren und Geld zu sparen.

B2C definiert die Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen und Verbraucher. Hierunter fallen der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen an den privaten Endverbraucher im Internet. Häufig abgebildet durch die sogenannten „Online-Shops“. Da das Privatkundengeschäft vielmehr von anonymer Laufkundschaft bestimmt wird, sind diese Angebote meist öffentlich und durch Promotion gepushed.

Unterschiede zwischen diesen beiden Formen des eCommerce gibt es zu Hauf, hier ein paar Ideen:

. Zielgruppe:

Der Hauptunterschied beider Formen liegt in der Zielgruppe: B2B befasst sich mit Unternehmen, B2C mit Endverbrauchern.

. strategischer Fokus:

B2B ist darauf fokussiert seine Geschäftsprozesse elektronisch zu optimieren (wie oben beschrieben). B2C versucht über die Reduzierung von Handelsstufen (kein Aufsuchen eines Geschäfts, direkte Bestellung) neue Zielgruppen zu erreichen.

. Gestaltung der Geschäftsprozesse:

B2B ist darauf ausgelegt Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen einer Wertschöpfungskette nahtlos und integrativ anzubinden. Bei B2C haben wir einen Anbieter, der mit vielen gleichartigen Kunden konfrontiert ist.

. Kaufverhalten:

Während Investitionen bei B2B getätigt werden müssen, um das Unternehmen profitabel zu halten, handelt es sich bei B2C bei einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen um nicht unbedingt lebensnotwendige Dinge.

. Entscheidungsfindung:

Die Entscheidungsfindung bei B2B ist ein formalisierter Prozess, der von vielen Personen abhängig ist  und viele Handelsstufen durchlaufen muss. Bei B2C werden Entscheidungen spontan getroffen und verlangen kein langes Nachdenken.

Fazit:

B2B-Marketing findet unter anderen, komplexeren Rahmenbedingungen statt als B2C-Marketing!

Quellen:

. Literatur

Rennhak, C.. (2006). Herausforderung Kundenbindung. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

. Webseiten

07.01.2011: http://wi.f4.htw-berlin.de/users/ginnold/stuff/kapell/portale/b2b.html

07.01.2011: http://www.online-marketing-praxis.de/wissen/b2b-b2c-unterschiede.php


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