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Chief Social Media Officer (CSMO): eine Chance und eine Herausforderung für Unternehmen

Die Nutzung von Sozialen Medien steigt sowohl bei Unternehmenskunden als auch bei deren Angestellten ständig und schnell. Hier wird längst über alles diskutiert, beispielsweise über Unternehmen und deren Produkte. Es stellt sich hier die Frage, ob es notwendig ist, dass Unternehmen diese neuen Kommunikationskanäle nutzen um sich besser zu positionieren.

Wir wollen hier zuerst auf die Notwendigkeit und die Chancen einer Einstellung eines CSMO für Unternehmen eingehen. Es ist aber wichtig zu definieren wer für diese Stelle am besten geeignet ist.

Millionen von Nutzern tauschen Weltweit unbegrenzt Informationen auf sozialen  Medienplattformen. Unternehmen, die ihren Kunden näher sein wollen, haben hier die Möglichkeit an potenzielle Kunden ranzukommen und wettbewerbsfähig zu bleiben, da  es wahrscheinlich ist, dass der Konkurent schon auf die WEB 2.0 Plattformen umgestiegen ist. Was hier über Unternehmen oder von den Mitarbeitern der Unternehmen im Web geschrieben wird, könnte sowohl negativ als auch positiv das Image des Unternehmens betreffen. Neben anderen Tools des Wissensmanagements können Soziale Medien für die Kundenbetreuung genutzt werden.

Es ist also für Unternehmen eine Herausforderung die Kommunikation via Social Media intern und extern zu kontrollieren. Dies können wir durch das Beispiel des Unternehmens DELL verdeutlichen:

Im September 2009 veröffentlichte DELL versehentlich seine Quartalszahlen auf seinem Investor Relations-Blog einige Stunden vor ihrer offiziellen Bekanntgabe. Es dauerte nur etwa 20 Minuten bis das Unternehmen den Fehler  bemerkte, in dieser Zeit hatte sich die Information durch verschiedene Netzwerke und Social Media Plattformen wie „Stock Twits“ verbreitet, und in dieser Zeit wurden 23 Millionen Aktien gehandelt, was die Aktienkurse von DELL um 6% steigen ließ. Dieses Beispiel zeigt wie schnell Geschäfte durch Soziale Medien aus dem Ruder laufen können. Unternehmen müssen Social Media Plattformen ernst nehmen und darauf ständig unterwegs sein.

Der Chief Social Media Officer bietet Unternehmen die einmalige Chance ihre Kommunikation auf diesen Plattformen zu verbessern. EBAY erkannte das früh, und stellte deshalb Richard Brewer-Hay als Corporate Blogger ein. Ebay beschäftigt also jemanden, der speziell für die Social Media Aktivitäten des Unternehmens zuständig ist (ebayinkblog.com).

Unternehmen haben mit dem CSMO die Chance ihre Kommunikation deutlich zu verbessern. Intern wird er dafür sorgen Wissensmanagementansätze zu optimieren. Extern wird er mit offenem Ohr durch die sozialen Medien unterwegs sein: was wird über das Unternehmen gesagt, was machen die Wettbewerber? Das hier gesammelte Wissen wird er dann analysieren und wenn nötig Maßnahmen einleiten um das Image des Unternehmens zu pflegen. Hier wird er vor allem schnell und preiswert seine Zielgruppe erreichen können.

Dies beinhaltet eine enorme Verantwortung, weshalb die Person, die diese Stelle besetzen soll, bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss: sehr gute Kenntnisse in Wissensmanagement, Marketing, PR, WEB 2.0 Anwendungen, Aufbau und Management von Online Contents, Projektmanagement und sie sollte außerdem sehr kommunikativ sein und soziale Kompetenzen besitzen, da sie bei ihrer Arbeit mit Menschen zu tun haben.

Es stellt sich die Frage, ob die Stelle von internen Leute besetzt werden sollte oder von externen. Die große Herausforderung liegt hier darin, dass der CSMO die Unternehmenstruktur sehr gut kennen muß. Das heißt, dass die Person zusätzlich zu den oben genannten Kenntnissen und Kompetenzen im Idealfall sehr lange im Unternehmen tätig gewesen sein sollte. Dies ist meistens nicht der Fall, da soziale Medien ein relativ neues Phänomen darstellen.

Informationswissenschafler erfüllen am Besten diesen Bedarf, müssen aber bei jedem Unternehmen, in dem sie anfangen, schnellstmöglich die Unternehmenskultur kennenlernen und sich darin gut vernetzen.

Meiner Meinung nach sollten Unternehmen zuerst  einer/einem ihrer erfahrenen PR-Angestellten die Leitung eines Social Media Teams übertragen. Diese Person kann dem Team Orientierung geben. Die Aufgaben selbst sollten am besten von Informationswissenschafftlern übernommen werden.

Ndongo Ndiaye

Literaturhinweis:

http://www.wirtschaftskommunikation-studium.de/wp-content/uploads/2010/09/IR-2.0-Soziale-Medien-in-der-Kapitalmarktkommunikation.pdf (27.01.2011)

http://www.besser20.de/stellenausschreibung-chief-social-media-officer/225/ (27.01.2011)

Sonja Gust von Loh. (2009). Evidenzbasiertes Wissensmanagement. 217-234

http://blog.sympra.de/2010/10/15/steuerung-statt-anarchie-moderne-unternehmen-brauchen-einen-chief-social-media-officer-csmo/ (27.01.2011)

E-Learning und Digital Library

Januar 26, 2011 4 Kommentare

E-Learning:

Bezeichnet alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Verteilung von Lernmaterialien zum Einsatz kommen.

Der elektronische Semesterapperat Uni Düsseldorf und die E-Learning-Plattform Ilias sind Beispiele für Dokumenten-Server-Systeme, die beim E-Learning zur Unterstützung eingesetzt werden können.

Die drei Rollen der „Digital Library“ beim E-Learning

Praktische Frage: Wie ist Wissen für die Benutzer zugänglich?

Bei der heutigen Flut an Fachpublikationen ist es für den einzelnen Benutzer (Wissenschaftler, Dozenten, Studierende usw.) schon allein finanziell nicht möglich alle relevanten Titel oder ein Abonnement für jede wichtige Fachzeitschrift zu erwerben.

Dementsprechend ist es die Aufgabe einer wissenschaftlichen „Digitalen Library“ für die Wissensteilung von Dokumenten aus nur beschränkt zugänglichen Datenbanken zu sorgen.

Zum Beispiel über Campuslizenzen oder im Verbund mit anderen Bibliotheken über Nationallizenzen. Wie im Beispiel das DBIS (Datenbank Infosystem) der ULB Düsseldorf

Kulturelle Rolle: Wissen und kulturelles Erbe bewahren

Das heißt also, Originale zu konservieren und den Benutzern digital zur Verfügung zu stellen. (z.B. Digitale Sammlung der Erzbischöflichen Bibliothek zu Paderborn)

Dabei müssen Dokumente inhaltlich so erschlossen werden, so dass die für den Informationsbedarf der Benutzer die relevanten Dokumente leicht gefunden werden können. Dabei rücken die klassischen Notationen in herkömmlichen Büchereien zu Gunsten von Thesauri und mittlerweile verstärkt auch Folksonomies in den Hintergrund. (Siehe die Online-Kataloge der British Library [Weitere Hintergrundinfos: The British Library – Bibliothek in der Praxis])

Sozialer Aspekt: Bibliotheken bringen Menschen und ihre Ideen zusammen

Mit Werkzeuge aus dem Baukasten des „Web 2.0“ kann eine „Digitale Bücherei“ unabhängig von den Öffnungszeiten Wissen zur Verfügung stellen. Durch Vernetzung der Benutzer über „Social Media“-Funktionalität des Websites einer Bücherei entsteht eine enger Bindung der Benutzer an die Bibliothek. Durch Tagging-Funktionalität lässt sich mit Hilfe der Benutzer eine neue Form der Inhaltserschließung erreichen. Die die herkömmliche Verschlagwortung durch professionelle Indexierer nicht zwangsläufig ersetzt, aber die den Benutzern und Bibliothekaren einen andere Zugang zu Inhalten gewährt.

Beispiele aus dem „Web 2.0“-Baukasten:

  • Blogs von Bibliothekaren
  • Einbindung von z.B. del.icio.us und Bibsonomy
  • Amazon-ähnliche Empfehlungs-Systeme
  • Einbindung von Google-Features

Konkrete Umsetzung?

In der informationswissenschaftlichen Öffentlichkeiten erhält das Thema „Bibliothek 2.0“ viel Aufmerksamkeit, aber es fehlt häufig an der konkreten Umsetzung. Die Einbindung von „Social Media“ ist bei vielen Bibliothekaren immer noch anrüchig und unwissenschaftlich.

Um Bibliotheken als „Hort des Wissens“ zu erhalten und diese Stellung nicht an Wikipedia, Google, Bing und Co zu verlieren, müssen Bibliothekare sich nicht mehr nur als Verwalter von physikalisch vorhandenen Büchern sehen. Sie müssen zeigen das Wissen nicht nur das ist, was im WWW über Suchmaschinen zugänglich ist.

Sie müssen statt dessen ihre eigenen Informations-Professionalität nutzen, den Benutzern mit Hilfe von „Web 2.0“-Angeboten (z. B. Tagging) das in Bibliotheken vorhandene Wissen zu erschliessen und die Medien-Kompetenz der Nutzer erweitern.

Berufsfelder

Das Berufsfeld des Bibliothekars und des Informationswissenschaftlers werden sich durch das langsame Umdenken ähnlicher. Die Kompetenzen, die unser Studiengang vermittelt, werden im Bibliothekswesen mehr an Bedeutung gewinnen

Was ist Social Media/Web 2.0? (Social Media für Unternehmen . Teil 3)

„It Takes a Community, not a Campaign to Build a Brand.“

Historischer Rückblick auf die Entwicklungsstufen des Web:

Der Begriff Web 1.0, oder einfach Web,  bezeichnet das uns bekannte World Wide Web, welches von Tim Berners-Lee in den 90ern ins Leben gerufen wurde. Ein eindimensionaler Kanal, auch bekannt unter dem Titel werbliches Web. Genutzt zum Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden, zu anpreisen der eigenen Produkte und dem Vertrieb dieser. Kurz dem Suchen und Finden von Informationen und der Verbreitung dieser. Wir können vom B2C sprechen. Das Wort „Infotainment“ wird hier groß geschrieben.

Das Web 2.0 wird auch als soziales Web bezeichnet und wird von jeglicher Nutzergruppe besetzt. Im Web 2.0 geht es vorrangig um den Informationsaustausch zum Zweck der Sozialisation. Wir werden mit einer neuen e-Business-Strategie konfrontiert: Customer-to-Customer.

Was zeichnet Social Media aus?

Unter Social Media versteht man soziale Netzwerke oder Netzgemeinschaften, die als Plattformen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch dienen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie onlinebasiert arbeiten, geringe oder gar keine Eintrittskosten haben und auch für Laien einfach zu bedienen sind.

Vergleich zu anderen „Massenmedien“:

Durch das Web 2.0 wird eine Welle der rasanten Informationsverbreitung ausgelöst, wie es noch nie zuvor eine gab. Das hat sowohl positive, als auch negative Auswirkungen.

Beispiel :


Was ist mit Social Media möglich?

. Kommunikation:

Blogging, Soziale Netzwerke, Portale und Foren

. Kollaboration:

Wikis, Bewertungsportale, Social Tagging

. Multimedia:

„Sharing“ von Musik, Videos und Fotos

. Aggregation:

Zusammentragen verschiedener Daten

Beispiele und Zahlen:


Fazit:

An den Beispielen und Zahlen wird deutlich, welchen Einfluss Social Media auf die Unternehmen hat. Markenführung in Zeiten des Social Media heißt Zufriedenheit sichtbar machen!

Quellen:

. Literatur

Alby, Tom (2010). WEB 2.0 – Konzepte, Anwendungen, Technologien. München: Carl Hanser Verlag.

. Webseiten

16.01.11: http://www.vico-research.com/

16.01.11: http://www.die-stuttgarter.eu/zp/downloads/Infotag2010/05.pdf

16.01.11: http://www.zdnetasia.com/whitepaper/crm-and-social-media-maximizing-deeper- customer-relationships_wp-1856349.htm

Deutschland Online unter neuer Führung

Quelle: heise.de

09.07.2008

Lernen durch Lob – die Bedeutung der „Intelligenz der Schwärme“ für die Lernprozesse der Schwarmmitglieder

Quelle: heise.de

06.07.2007

Kategorien:Allgemeines Schlagwörter: , ,

Britische Regierung lässt um die Wette mashen

Quelle: golem.de

03.07.2008

Die Politik scheut das Web 2.0

Quelle: golem.de

02.07.2008

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